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Yuveo Klinik

Morbus-Dupuytren-Operation in Düsseldorf

Morbus Dupuytren fällt zu Beginn durch die Ausbildung derber Stränge oder knotiger Veränderungen meist an der Hohlhand auf.

Später ist eine Streckhemmung/ Beugekontraktur der Finger zu beobachten. Am häufigsten sind kleine Finger oder Ringfinger betroffen. Der Morbus Dupuytren tritt aber auch an den anderen Fingern einschließlich des Daumens auf, wo unsere Düsseldorfer Handchirurgen oft einen Strang in der ersten Zwischenfingerfurche ertasten können, welcher die Abspreizung des Daumens einschränkt.

Die Streckhemmung der Finger ist Folge der gutartigen Vermehrung von Kollagen. Ähnlich einer überschießenden Narbenbildung werden die Stränge und Knoten des Dupuytren immer härter und ziehen sich schließlich zusammen.

Die Veränderungen treten an der recht schlanken Faserschicht (Palmarfaszie) auf, die zwischen der oberflächlichen und tiefen Fettschicht der Hohlhand lokalisiert ist und sich vom Handgelenk bis zu den Fingern aufspannt.

Die genaue Ursache des Morbus Dupuytren ist unklar. Er wird aber oft vererbt. Auch ist ein Zusammenhang mit Lebererkrankungen, Zuckerkrankheit und der Einnahme von Antiepileptika bekannt.

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Besonderheiten beim Morbus Dupuytren

Im Anfangsstadium des Morbus Dupuytren sind Knoten und Verhärtungen ertastbar, später im schwerwiegensten Fall (Grad 4) sind die Finger komplett verkrümmt.

Auftretende Beschwerden

Es lassen sich zu Beginn leichte knotige oder strangförmige Verhärtungen in der Hohlhand tasten.

Heilung durch OP?

Durch die OP kann man die Neubildung von Knoten oder verhärteten Strängen lange hinauszögern.

Dupuytrensche Kontraktur

Die Kontraktur ist ein Symptom dieser Erkrankung, denn mit der Zeit verkrümmen sich die Finger.

Die Operation beim Morbus Dupuytren in Düsseldorf

Wenn der Morbus Dupuytren Beschwerden verursacht oder es zeigt sich eine beginnende Verkrümmung der Finger, sollte über eine Operation nachgedacht werden.

Wird der Zeitpunkt unnötig weit hinausgezögert, ist die Operation meist um einiges komplizierter als bei einer zeitgerechten Befunderhebung durch unsere Handchirurgen.

Allerdings ist es auch absolut unsinnig, Verhärtungen zu entfernen, die keine Beschwerden machen.

Im Folgenden erläutert unser Düsseldorfer Handchirurgen-Team Ihnen die wichtigsten Strategien.

Die minimal invasive Strangteilentfernung als Kompromiss

Die minimal invasive Strangteilentfernung ist weniger umfangreich als die Standard-Operation.

Dabei legen wir in der Regel in örtlicher Betäubung über dem zur Kontraktur führenden Strang einen kleinen Schnitt an, der 1–1,5 cm lang ist.

Der Dupuytren-Strang wird von uns unter Sicht mit Lupenbrille dargestellt und durchtrennt. Nun greift der Handchirurg sich die jeweiligen Enden und entfernt so viel, wie unter Sicht möglich (meist 1–2 cm in beide Richtungen). Dieses können wir an mehreren Stellen durchführen. Schließlich vernähen wir die Schnitte.

Diese OP-Technik aus der Handchirurgie bietet sich insbesondere in folgenden Fällen an:

  • langsam wachsende Stränge
  • Angst vor der klassischen Operation
  • Wunsch nach einer schnellen Einsatzbereitschaft der Hand
  • mittelschwere Nebenerkrankungen
  • Notwendigkeit der Blutverdünnung

Jedoch ist die Hand deutlich schneller wieder einsatzfähig (meist nach 2,5–3 Wochen) als bei der klassischen OP. Wir operieren unter Sicht,  so dass wir Nerven, Gefäße und Sehnen adäquat darstellen und schonen können, selbst wenn ihre Lage durch die Strangbildung untypisch ist.

Insgesamt entfernen wir deutlich weniger an verändertem Gewebe, weshalb mit einem früheren Kontraktur-Rezidiv gerechnet werden muss als bei der klassischen Operation.

Wie sieht die Standard-Operation beim Morbus Dupuytren in unserer Klinik in Düsseldorf aus?

Als Handchirurg muss man beim Morbus Dupuytren die Art und Weise der Operation nach dem Schweregrad der Erkrankung richten.

Während bei der Operation im Anfangsstadium meist keine Besonderheiten zu erwarten sind, kann der Eingriff im fortgeschrittenen Stadium sehr kompliziert werden. Daher sollte man für eine OP nicht bis zum Endstadium abwarten.

Operation im Anfangsstadium

Ist der Morbus Dupuytren noch nicht zu weit fortgeschritten, können wir nach zickzackförmigem Hautschnitt das krankhaft veränderte Gewebe freilegen und entfernen. Bei der Operation achten unsere Handchirurgen darauf, dass die Nerven und Gefäße der Hand geschont werden. Schon ein zu starkes Quetschen eines Nerven mit der Pinzette kann bleibende Schäden verursachen. Im Anfangsstadium und bei mittleren Stadien des Dupuytren ist eine ambulante Operation in Düsseldorf möglich, wenn sonst keine Gründe dagegensprechen.

Operation im fortgeschrittenen Stadium

Bei fortgeschrittenem Morbus Dupuytren raten wir des Öfteren zu einem stationären Aufenthalt in unserer Düsseldorfer Klinik. Die Haut an der Beugeseite der Finger ist manchmal derart geschrumpft, dass bei der Fingerstreckung  nach Entfernung der Stränge ein regelrechter Hautdefekt entsteht. In solchen Fällen  erreichen wir die Defektdeckung durch eine Hautverschiebung oder durch eine Hauttransplantation.

Wegen der andauernden Beugestellung kann auch eine ausgeprägte Schrumpfung der Gelenkkapseln vorhanden sein.

Mittels Gelenkmobilisation (Dehnung/ Lösen mit dem Skalpell) ermöglichen wir dann die Begradigung.

Manchmal ist es in diesen Fällen erforderlich, das mobilisierte Fingergelenk vorübergehend durch einen Draht zu fixieren, den wir durch das Gelenk bohren (temporäre Arthrodese), um ein Wiederauftreten der Beugefehlstellung im Rahmen der Narbenschrumpfung zu vermeiden.

Operation des Endstadiums

Das Endstadium ist beim Dupuytren mit der kompletten Verkrümmung der Finger und der Steifstellung der Gelenke erreicht. Bei solchen Befunden kann in seltensten Fällen eine Amputation eines Fingers notwendig werden, insbesondere wenn es sich um bereits voroperierte Finger handelt.

Der Eingriff kann in iv. Regionalanästhesie mit Dämmerschlaf, Plexusanästhesie (Betäubung in der Achselhöhle) oder in Vollnarkose erfolgen. Bei einem mittleren Operationsaufwand und wenn keine Gründe (Nebenerkrankungen, extreme Befunde) dagegen sprechen, können wir die OP bei intensiven Nachkontrollen auch ambulant in Düsseldorf durchführen.

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Operation bei Morbus Dupuytren, Grad 2; Z-förmiger Schnitt; zwischen dem gelblichen Fettgewebe ist der weiß durchschimmernde Strang zu erkennen. Die Sehnen und Gefäß-Nerven-Bündel liegen in diesem Fall noch etwas tiefer.
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Gips nach der Operation: Die Form des Gipses muss dem Befund und der Ausdehnung der Operation angepasst werden. In diesem Fall wurden die Stränge an der Hohlhand, Klein-, Ringfinger und in der Falte zwischen Daumen und Zeigefinger operativ entfernt!

Häufige Fragen zur Dupuytren-Erkrankung

Ist eine Heilung des Morbus Dupuytren durch die Operation möglich?

Selbst wenn es sich um einen erfahrenen und sorgfältigen Spezialisten für Handchirurgie handelt, so kann man den Morbus Dupuytren durch einen Eingriff nicht heilen.

Unsere Handchirurgen setzen sich zum Ziel, möglichst viel des veränderten Gewebes zu entfernen, damit es Jahre dauert, bis sich wieder ein Knoten oder Strang zeigt.

Faktencheck

  • 1,5–2 Millionen Deutsche sind vom Morbus Dupuytren betroffen.
  • Die Erkrankung tritt häufiger bei Männern als bei Frauen auf.
  • Am häufigsten ist der Morbus Dupuytren im 4. und 5. Lebensjahrzehnt.
  • Die Duputren-Erkrankung kann mit anderen Fibromatosen verbunden sein.
  • Bei Asiaten und Afrikanern sind nur Einzelfälle bekannt.
  • Es behandeln Sie Ihre Chirurgen Dr. Schumann und Dr. Schumann-Averkiou.
dupuyytren naht bei op
Patient mit Morbus Dupuytren am 12. Tg nach OP.
streckschiene nach op dupuytren
Streckquengelschiene zur Nachbehandlung bei hartnäckigen Fällen des Morbus Dupuytren.
verlauf der narbe nach dupuytren op
Typischer Verlauf der Narbe nach Operation beim Morbus Dupuytren.