Schlupfwarzen Hohlwarzen

 

 

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Was sind Schlupfwarzen?

Der Ausdruck Schlupfwarzen bzw. Hohlwarzen bezeichnet eine in der Regel angeborene Fehlbildung der Brustwarzen. Die Brustwarzen sind nach innen gewölbt. Die Schlupfwarze kann auch einseitig oder asymmetrisch auftreten.

Schlupfwarzen werden medizinisch invertierte Mamillen oder invertierte Nippel genannt.

 

Die Anatomie der Schlupfwarzen (Hohlwarzen):

 

Die Brustdrüse hat viele kleine Milchgänge, die wiederum in größere Gänge münden. Diese enden schließlich in den großen Ausführungsgängen an den Brustwarzen. Bei den Schlupfwarzen (Hohlwarzen) sind diese Gänge verkürzt. Dies betrifft auch das benachbarte Bindegewebe.

Durch die Verkürzung kommt es zur Einstülpung und dem trichterförmigen Äußeren der Schlupfwarzen.

Eingezogene Brustwarzen können aber auch im Rahmen von Vernarbungen bei Entzündungen oder beim Brustkrebs auftreten. Diese Veränderungen sind keine Schlupfwarzen und müssen dringen abgeklärt werden.

 

Welche Beschwerden können mit der Fehlbildung einhergehen?

 

Bei stark ausgeprägten Schlupfwarzen kann die Hygiene beeinträchtigt sein.

Oft können Frauen mit Schlupfwarzen nicht Stillen. Es gibt spezielle Hütchen, welche den Schlupfwarzen aufgesetzt werden und somit das Stillen ermöglichen.

Die Konservative Korrektur-Behandlung der Hohlwarzen mit Niplette.

Es gibt eine gute konservative Korrektur-Option der Schlupfwarzen: die Niplette.

Die Niplette besteht im Prinzip aus einem Trichter, welcher der Brustwarze aufgesetzt wird. Über ein integriertes Schläuchlein kann mit einem Saugmechanismus ein Unterdruck aufgebaut werden. Dieser zieht an der nach innen gekehrten Schlupfwarze und Führt so zu einer Gewebedehnung. Milchgänge, Bindegewebe und Haut sollen bleibend gedehnt werden, so dass die Brustwarzen bei Erfolg aufgerichtet bleiben. Die Niplete ist in Apotheken ohne Rezept käuflich. Sie sollte mehrere Stunden am Tag über 4-6 Wochen getragen werden. Die Niplette hilft allerdings nicht immer: Ist konservativ keine ausreichende Verbesserung der Schlupfwarzen möglich, so kann eine Korrektur-Operation durchgeführt werden.

Wie wird die Operation der Schlupfwarzen durchgeführt?

Die Schlupfwarzen-Operation wird in örtlicher Betäubung durchgeführt. Ein begleitender Dämmerschlaf ist angenehm.

Es wird ein Schnitt quer durch die Brustwarzen oder an deren Basis gesetzt und ca. 1-2cm weit in die Tiefe präpariert. Der wichtigste Schritt ist nun die Durchtrennung aller Drüsenausführungsgänge und der benachbarten Bindegewebssstrukturen. Selbst feinste Stränge, die verbleiben, können zu einem Wiederauftreten der Schlupfwarzen führen. Und dennoch darf nicht so radikal vorgegangen werden, dass es zu einer Durchblutungsstörung der Brustwarzen kommt.

Was ist bei der Nachbehandlung zu beachten?

Die Position der Brustwarzen wird am Ende der Operation mit einer Kanüle, fixiert. Diese sollte wenigstens 1 Woche belassen werden. Verbunden werden sollte mit einer antiseptischen oder antibiotischen Salbe. Die Fäden können nach 10-14 Tagen entfernt werden.

Nach der Operation der Schlupfwarzen sind alle Milchdrüsenausführungsgänge unterbrochen. Das heißt, ein Stillen ist normalerweise nicht mehr möglich.

Das Hautgefühl in den Brustwarzen kann nach der Operation verschlechtert sein.

Informationen zu weiteren Brust-Themen finden Sie z.B. unter Brustvekleinerung, Brustvergrößerung, und Bruststraffung.


Aktualisiert am 14.03.2014

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