Ohrenanlegung Komplikationen

Ohrenanlegung Komplikationen

 

 

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Eine chirurgische Weisheit besagt, dass es nur 2 Sorten von Chirurgen gibt, die keine Komplikationen kennen:
Die Einen operieren nicht und die Anderen sind Lügner.

Ihr Plastischer Chirurg sollte Sie ausführlich über Komplikationen und deren Warnzeichen aufklären, um diese
rechtzeitig erkennen und suffizient behandeln zu können, damit Schlimmeres verhindert werden kann.

Welche Komplikationen können bei der Ohrenanlegung auftreten?

Im Folgenden werden die wichtigsten Operationsfolgen und Komplikationen kurz beschrieben, die bei einer Ohrenanlegung auftreten können:

  • Schwellung:
    Nach dem Ohren anlegen kann es zur mäßigen Schwellungen des Ohres kommen. Um diese zu minimieren sind abschwellende Maßnahmen hilfreich. So sind Kühlen und insbesondere die Oberkörperhochlagerung beim Schlafen und entsprechende abschwellende Medikamente sehr hilfreich.
  • Blutergüsse:
    Die oben beschriebenen Schwellungen nach der Ohrenanlegung sind gel. von blutunterlaufener Haut begleitet. Ein wirklicher Bluterguss, der unter der Unterhaut liegt ist sehr seltener, insbesondere wenn postoperativ ein gut sitzender Druckverband angelegt wird.
  • Blutungen:
    Diese lassen sich in der durch sorgfältige Blutstillung und abschließende Kompression vermeiden.
  • Hautempfindungsstörungen nach der Ohrenanlegung:
    Eine Verschlechterung des Hautgefühls kann auftreten. Meist ist diese aber reversibel. Wenn der Verband zu stramm sitzt kann auch durch diesen eine Hautempfindungsstötrung ausgelöst werden.
  • Narbenbildungsstörungen:
    Sogenannte hypertrophe Narben (oder im schlimmeren Falle Keloide) sind im Bereich des Ohres selten. Diese sind, wenn vorhanden, mit speziellen Salben und ggf. Kortisoninjektionen u.a. zu behandeln. Wenn eine starke Störung der Narbenbildung familiär bekannt ist, muss je nach Schweregrad ernsthaft überlegt werden, ob eine Ohrenanlegung überhaupt durchgeführt werden soll.
  • Infektionen:
    Infektionen sind ausgesprochen selten nach Ohranlegungen. Wenn Infektionen nicht rechtzeitig behandelt werden, kann diese auf den Ohrknorpel übergreifen: Chondritis.
  • Aufreißen der Wunde / Naht:
    Bei der Ohrenanlegung muss sehr auf die Schonung der Naht geachtet werden. Selbst bei einem kleinen Stoß können die feinen Nähte aufreißen. Dieses gilt auch für die nicht sichtbaren Knorpelnähte. Daher ist es sicherer zum Schutz für einige Wochen ein Stirnband oder für Kinder eine Mütze zu tragen. Insebsondere bei der Ohrenverkleinerung sind die Nähte besonders fragil und daher gut zu schützen.
  • Kosmetisch unbefriedigendes Ergebnis:
    Vor der Ohrenanlegung muss der Wunsch des Patienten vom Operateur verstanden werden und die Machbarkeit abgeschätzt werden. Wenn aus operativen Gründen oder wegen aufgetretener Komplikationen Unzufriedenheit besteht bedeutet dieses in der Regel eine erneute Ohrenkorrektur.
  • Auf das Risiko der Narkose / Betäubung wird hier nicht eingegangen.

 

Aktualisiert am 06.09.2015

  • Current trends in otoplasty. - Petersson RS, Friedman O. - Curr Opin Otolaryngol Head Neck Surg. 2008 Aug;16(4):352-8
  • Ziele der Ohrenkorrektur bei abstehenden Ohren:
    Goals in otoplasty for protruding ears. - McDowell AJ. - Plast Reconstr Surg. 1968 Jan;41(1):17-27.
  • Ästhetische und Plastische Chirurgie an Nase, Gesicht und Ohrmuschel - Kastenbauer, Tardy - Thieme - Stuttgart 2005