Botox®-Behandlung

Faltenunterspritzung: Botox-Behandlung

 

 

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Für Infos zur Faltenbehandlung mit Fillern lesen Sie den Beitrag Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure.


Bild: Es sind die klassischen Botox®-Injektionspunkte am Gesicht abgebildet. In Abhängigkeit von der Mimik und den Falten können die Injektionspunkte stark abweichen.

 

Der in Bezug auf die Faltenunterspritzung geläufige Herstellername Botox ® wird von Laien als Synonym verwendet für das Nervengift Botulinumtoxin A, welches Muskeln zu lähmen in der Lage ist. Für die Faltenbehandlung von mimischen Falten ist dieses Mittel daher hervorragend geeignet. Ziel ist es nur bestimmte Gesichtsmuskeln zu deaktivieren, um die Mimik nicht unnatürlich wirken zu lassen.

Was ist bei der Botox®-Behandlung zu beachten?

Vor einer Behandlung mit der Antifalten-Spritze sollte Ihr Arzt Sie ausführlich zum Thema Botox® aufklären. Blutverdünnende Medikamente sollten, wenn keine Gründe dagegen sprechen abgesetzt werden, sonst können Blutergüsse entstehen, die bis über 2 Wochen Zeit benötigen, um sich aufzulösen. Vor der Behandlung muss im Bereich der Injektionsstellen gründlich desinfiziert werden. Insbesondere sollte die Schmicke großzügig entfernt werden. Bei unreiner Haut, aktiven entzündlichen Prozessen, wie Acne, allergische Ekzeme oder Herpes ist es nicht zu vermeiden die Behandlung mit Botox zu verschieben.

 

Die für die jeweilige Region nötige Botox®-Dosis zur Faltenunterspritzung, ist von Person zu Person sehr verschieden. Ein großer kräftiger Mann, mit stark ausgebildeter mimischer Muskulatur, benötigt oft eine 3-fache Dosis an Botox®. Aber auch innerhalb einer Gewichtklasse ist die Varianz nicht zu vernachlässigen. Daher sollte, wenn die Behandlung zum ersten Mal erfolgt, zunächst mit einer niedrigen oder normalen Dosis begonnen werden. Nach Ablauf zweier Wochen macht eine Kontrolle nach der Erst-Behandlung sicherlich Sinn. Bei Bedarf kann dann eine kleine Botox®-Dosis nachinjiziert werden.

 

Im Anschluss an die Botox®-Behandlung kann durch Kühlen eine schnelle Reduktion der meist minimalen Schwellung und Rötung erreicht werden. Die bearbeiteten Regionen sollten direkt nach der Behandlung nicht massiert werden, sonst kann das Nervengift in Bereiche gelangen, die nicht gelähmt werden sollen.

Wie wirkt das Botulinumtoxin A?

Botox® verteilt sich mit einem ungefähren Durchmesser von 1cm um die Einstichstelle herum. Daher sind bei der Faltenunterspritzung Injektionsabstände von unter 1cm nicht sinnvoll. Aus selbigem Grund ist das tiefe, recht schmerzhafte Einstechen bis in die Muskulatur oder bis auf die Knochenhaut = Periost nicht mehr üblich. Blutergüsse sind somit seltener anzutreffen.

Nach der Faltenbehandlung mit Botox® sind erste Effekte nach ca. 1-3 Tagen sichtbar. Das Maximum der Wirkung ist in der Regel nach 2 Wochen erreicht. Der Effekt hält über 4-7 Monate an. Bereits nach ungefähr 3 Monaten kann aber ein Beginn der Aktivität der Gesichtsmuskulatur verzeichnet werden. Meist wirft sich die Haut zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht in Falten, so dass sich ein sofortiges Nachspritzen nicht erforderlich ist.

 

Das Augenbrauenlift

Durch die Schwächung des Augenringmuskels unter der Augenbraue verändert sich die Muskelbalance. Die Stirnmuskulatur gewinnt relativ an Kraft und zieht die Augenbraue nach oben. Das Auge wirkt dadurch offener, weshalb der Injektionspunkt 'Eye opener' genannt wird. Jedoch ist der Effekt nur diskret sichtbar und kann bei sehr tiefliegenden Augenbrauen ein operatives Augenbrauenlifting nicht ersetzen.

Auch eine diskrete Wadenkorrektur mit Botulinumtoxin A ist möglich.

Mit Hilfe von Botox ® lassen sich auch die Waden verkleinern, indem der Wadenmuskel (M. Gastrocnemius) blockiert wird. Bei einer regelmäßigen Anwendung führt die Behandlung zu einer Schrumpfung des Muskels und somit des Wadenumfanges. Erfolgversprechend ist diese Behandlung allerdings nur bei der muskulären Wadenverdickung. Bei der durch Fettgewebe verursachten stämmigen Wade ist die Fettabsaugung die Methode der Wahl.

Macht Botox® eine starre Mimik?

Die Botox®-Wirkung auf die mimische Muskulatur ist mittlerweile gut bekannt. Es werden nur noch bestimmte Muskelgruppen blockiert, die nicht das gefürchtete Maskengesicht zur Folge haben, welches in der Anfangsphase der Botox®-Ära oft zu sehen war. Wird Botox® jedoch in großer Menge in Bereiche gespritzt, die für die natürliche Mimik bedeutsam ist, so wirkt diese reserviert oder in schlimmerem Fall starr.

Ist ein Gewöhnungseffekt bei Botulinumtoxin möglich?

Bei einigen neurologischen Erkrankungen (Schiefhals, Spasmen,...) wird Botox® in gigantischen Mengen injiziert. Bei einer derartigen Anwendung wurde tatsächlich beobachtet, dass vom Organismus Antikörper gegen Botulinumtoxin A gebildet werden können - und zwar bei bis zu 4% der Fälle. Bei der Faltenbehandlung wird allerdings eine deutlich geringere Menge injiziert. Trotzdem gibt es hin und wieder die Beobachtung einer reduzierten Wirksamkeit. Allerdings sind auch Fälle bekannt bei denen nach wiederholten Botox®-Behandlungen weniger Einheiten des Botulinumtoxin A nötig sind, um den gewohnten Effekt zu erreichen.

 

Resümee

Die Botox®-Faltenunterspritzung in geübter Hand stellt eine sichere und minimal invasive Möglichkeit der Gesichtsverjüngung dar. Bei Fehleinschätzungen kann die Antifalten-Spritze aber unschöne und lästige Veränderungen der Mimik zur Folge haben, die aber nach Monaten reversibel sind.


Lesen Sie auch die Beiträge zum Botulinumtoxin A, zu Falten, Hyaluronsäure und zur Schweißdrüsenentfernung.

Aktualisiert am 27.05.2016

  • Cosmetic and Clinical Applications of Botox and Dermal Fillers - Lipham - Slack Incorporated; 2nd edition - 2007
  • Milady’s Asthetician Series: Botox, Dermal Fillers and Sclerotherapy - Hill - Milady - 2007
  • Using Botulinum Toxin Cosmetically: A practical Guide - Carruthers -Informa HealthCare - 2003
  • Botox - Shelton, Mallory -Berkley - 2002
  • Ästhetische Chirurgie - Lemperle, von Heimburg - Ecomed - 2008 - (Ringbandwerk)
  • Plastic Surgery - Mathes - 8 Volumes - Saunders; Auflage: Uitgawe - 2005