Fibrose und Fibromatose - Erkrankungen des Bindegewebes


Terminologie:

Fibrose stammt von dem lateinischen Wort Fibra ab, welches Faser bedeutet.

Was ist ein Fibrose?

Eine Fibrose bedeutet eine krankhafte Vermehrung von Bindegewebe. Dieses enthält unter Anderem verschiedene Faserstrukturproteine wie Kollagen, Elastin, Retikulinfasern.

In der Plastischen Chirurgie ist die Kapsel-Fibrose nach der Brustvergrößerung heute bei den Brustimplantaten der jüngeren Generation nur noch selten zu beobachten. Bei der Kapsel-Fibrose kommt es zu einer Verhärtung der sonst zarten Implantatkapsel.

In der Handchirurgie ist die häufigste Fibrose-Erkrankung der Morbus Dupuytren auch Palmar-Fibromatose genannt. Dieser entsteht durch eine Vermehrung von kollagenen Fasern in der Hohlhandfaszie. Die Folge ist eine Verhärtung der betroffenen Areale und später die Verkrümmung der entsprechenden Finger.

Die Fibrose bzw. Fibromatose der Fußsohle ähnlich wie beim M. Dupuytren, wird Morbus Ledderhose genannt. Beide Erkrankungen können kombiniert oder unabhängig voneinander auftreten.

Beispiele für Fibrosen in anderen medizinischen Fachdisziplinen:

  • Lungen-Fibrose: ein Zustand nach verschiedenen chronischen Lungenerkrankungen.
  • Retroperitoneale Fibrose: Bindegewebsumbau im Bereich des Beckens. Harnleiter, Nierengefäße und andere Strukturen können ummauert werden.
  • Zystische Fibrose (= Mukoviszidose): Eine erbliche Stoffwechselstörung bei welcher verschiedene Drüsen (ekkrine) ein zähes Sekret produzieren, das insbesondere an der Lunge zu massiven Belüftungsstörungen führt.

Aktualisiert am 14.11.2010