Brustwarzenhyperplasie große Brustwarzen

 

Große Brustwarzen (Mamillen) bezeichnet der Mediziner als Brustwarzenhyperplasie. Damit sind die genetisch zu groß angelegte Brustwarzen gemeint, die als Fehlbildung gewertet werden können. Die Größen und Formen sind unterschiedlich.

In der Schwangerschaft sind große Brustwarzen physiologisch und bilden sich im Rahmen der hormonellen Veränderungen aus, um das Stillen des Säuglings zu erleichtern. Sie können allerdings auch nach der Schwangerschaft vergrößert bleiben.

 

Große Brustwarzen gibt es auch bei Männern.

 

Bei Männern sind große Brustwarzen in aller Regel mit einer Gynäkomastie assoziiert und können zusammen mit der Andromastektomie oder Fettabsaugung korrigiert werden.

 

Die Brustwarzenhyperplasie macht keine Beschwerden. Sie stellt nur ein ästhetisches Problem dar.

Große Brustwarzen können mit einer einfachen Operation korrigiert werden.

Die Operation für große Brustwarzen wird in örtlicher Betäubung durchgeführt. Der Eingriff ist weniger aufwendig, als die Korrektur der Schlupfwarzen. Ein begleitender Dämmerschlaf ist meist nicht notwendig.

Es wird ein keilförmiger Schnitt quer durch die Brustwarzen gesetzt und soviel Gewebe von der Brustwarze entfernt bis die gewünschte Größe erreicht wird. Anschließend wird die Wunde mit feinen Nähten versorgt.

Was ist nach der Operation zu beachten?

Verbunden werden sollte mit einer antiseptischen oder antibiotischen Salbe. Die Fäden können nach 10-14 Tagen entfernt werden.

Nach der Operation ist ein Teil der Milchdrüsenausführungsgänge unterbrochen. Es besteht also eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass nach dem Eingriff eine Stillunfähigkeit bestehen bleibt.

Das Hautgefühl in den Mamillen (Brustwarzen) kann nach der Operation verschlechtert bis aufgehoben sein.


Aktualisiert am 02.08.2015

  • Plastic Surgery - Mathes - 8 Volumes - Saunders; Auflage: Uitgawe - 2005
  • Plastic Surgery - Grabb & Smith - Lippinkott Williams & Wilkins - Philadelphia USA - 2007