Handchirurgie Düsseldorf

Handchirurgie Handerkrankungen

Handchirurgie in Düsseldorf

 

 

Wenn Sie einen Termin in Düsseldorf vereinbaren möchten oder weitere Fragen haben, dann rufen Sie uns an unter
0211 24790940 (Mo-Fr 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr) oder nutzen Sie unser

KONTAKTFORMULAR

Die Handchirurgie ist ein komplexes Gebiet,

 

nicht nur aus der Sicht des Patienten, sondern auch des behandelnden Arztes. Zur Verwirrung trägt oft die sehr variable Symptomatik der einzelnen Erkrankungen in der Handchirurgie bei. Hinzu kommt noch gehäuft ein gleichzeitiges Auftreten mehrerer Handerkrankungen an der Hand. Auch in Bezug auf die Anatomie ist durch die unmittelbare Nähe von Sehnen, Nerven, Muskeln und Bändern der Anspruch hoch. Schon bei einer kleinen Stichverletzung können Sehne und Nerv rasch durchtrennt sein.

 

Auf den folgenden Seiten werden Ihnen einige der häufigeren Handerkrankungen in der Handchirurgie in laienverständlicher Form nähergebracht. Die Informationen sollen Ihr Verständnis als Ergänzung für eine ärztliche Konsultation erleichtern.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim durchstöbern unserer Seiten.
Für Anregungen sind wir dankbar.

 

Viele Grüße aus Düsseldorf

Dr. Schumann-Averkiou und Dr. Schumann


Übersicht der vorgestellten Handchirurgie-Themen und Handerkrankungen

  • Der Morbus Dupuytren kann durch eine narbenähnliche Veränderung an der Hohlhand zu einer Verkrümmung von Fingern führen. Gibt es bekannte Ursachen und wie sieht die Behandlung aus?
  • Die dupuytrensche Kontraktur wird oft im gleichen Atemzug mit dem Morbus Dupuytren bzw. der Dupuytrenschen Erkrankung genannt. Die meisten Handchirurgen lehnen dies aber ab. Es handelt sich nämlich vielmehr nur um ein Symptom bzw. Befund des M. Dupuytren, da Kontraktur eine Beugefehlstellung der betroffenen Finger bedeutet.
  • Das Enchondrom ist ein gutartiger Tumor des Knochens und besteht aus Knorpel. Es kann prinzipiell an jedem Knochen auftreten. Die genaue Ursache des Auftretens ist unklar. Dieser zystische Knochentumor kann einzeln oder in größerer Zahl vorkommen.
  • Das Ganglion wird auch Überbein genannt und ist ein häufiges Krankheitsbild in der Handchirurgie. Zunächst ist eine Schwellung, ein kleinerer "Knubbel" sichtbar, deren Größe sich verändern kann. Bewegungsschmerzen, die ab und zu mit einer Bewegungseinschränkung einhergehen, sind nicht immer vorhanden. Ist das Überbein in Nervennähe lokalisiert, können Gefühlsstörungen auftreten.
  • Der Golferarm ist deutlich seltener, als der Tennisarm. Allerdings ist durch die Nähe des Ellennerven (Nervus ulnaris) die Diagnostik und Behandlung etwas aufwendiger. Wenn nach einer ca. sechsmonatigen konservativen Behandlung der Golferarm immer noch keine Verbesserung zeigt oder es gar zu einer Verschlechterung kommt, so ist beschwerdeabhängig zu einer Operation zu raten.
  • Das Karpaltunnelsyndrom ist eines der häufigsten Handerkrankungen in der Handchirurgie. Die Operation beim Karpaltunnelsyndrom wird Karpalbandspaltung genannt. Diese ist nicht nur innerhalb der Handchirurgie sondern auch innerhalb der Chirurgie eine der häufigsten Operationen.
  • Kollagenase-Behandlung bei Dupuytren
    Die Kollagenase ist ein sogenanntes Enzym (ein Biokatalysator) welches in der Lage ist Kollagen abzubauen. Die bei der Dupuytren-Behandlung verwendete Kollagenase wird biotechnologisch aus Bakterien (Clostridium histolyticum) gewonnen. Da die Veränderungen beim Morbus Dupuytren durch eine Kollagenvermehrung entstehen, ist es naheliegend die Erkrankung mit dem Enzym Kollagenase behandeln zu wollen.
  • Das Loge de Guyon Syndrom wird gelegentlich mit dem Sulcus ulnaris Syndrom verwechselt. Wie kann man die beiden Syndrome voneinander abgrenzen und wie wird das Syndrom behandelt? Beim Loge de Guyon Syndrom ist ähnlich dem Karpaltunnelsyndrom die Ursache eine Enge in einer Nervenloge. Auch hier gilt, dass die eigentliche Ursache oft im Verborgenen bleibt. Gelegentlich ist jedoch Sehnenscheidenentzündung oder ein Ganglion (Überbeine) zu finden.
  • Die Rhizarthrose ist eine sogenannte Carpometacarpalgelenksarthrose und wird auch Daumensattelgelenksarthrose, Sattelgelenksarthrose oder vom Laien einfach Daumenarthrose genannt.

    Bei der Rhizarthrose besteht oft eine erbliche Vorbelastung. Auch Basisbrüche des 1. Mittelhandknochens mit Gelenkbeteiligung können zum Verschleiß des Daumensattelgelenkes führen.

  • Die Behandlung der schmerzhaften Schleimbeutelentzündung kann in der Anfangsphase konservativ erfolgen. Antiphlogistika und Antirheumatika (NSAR) lindern Schmerzen und reduzieren Schwellung und Reizung. Kühlung, Hochlagerung und Ruhigstellung (Gips) sind weitere wichtige Maßnahmen. Bei einer sicher nicht eitrigen Schleimbeutelentzündung kann der Reizerguss auch mittels Punktion oder Kortisoninjektion behandelt werden.
  • Beim Schnappdaumen handelt es sich um eine Einengung der Daumenbeugesehne an dem ersten Ringband. Meist entsteht hier durch eine Überbeanspruchung eine Sehnenscheidenentzündung, die recht diskret sein kann, aber die Sehnenscheide des Daumens anschwellen lässt. Diese reibt am Ringband, welches die Sehne umschlingt und führt so zu einer erneuten Schwellung.
  • Im Anfangsstadium stehen beim Schnappfinger häufig Druck- und/oder Bewegungsschmerzen im Bereich des ersten Ringbandes im Vordergrund. Später ist die Bewegung und Belastung der betroffenen Finger erschwert und im Endstadium nicht mehr möglich. Das oben beschriebene Springen des Fingers ist am Anfang der Erkrankung meist nicht vorhanden. In einigen Fällen kann aber auch ein Springen ohne Schmerzen vorhanden sein.

  • Die Sehnenscheidenentzündung ist sicherlich die häufigste Erkrankung an der Hand, wegen derer ein Chirurg aufgesucht wird. Unter Sehnenscheidenentzündung versteht man das Auftreten von Entzündungen an der Sehnenscheide (Sehnengleitgewebe), meist infolge einer Überbeanspruchung durch bestimmte berufliche oder sportliche Tätigkeiten. Sehnenscheidenentzündungen können aber auch im Rahmen einer Verletzung (Zerrung, Quetschung,...) auftreten.
  • Beim Sulcus Ulnaris Syndrom, auch Kubitaltunnelsyndrom genannt, handelt es sich ähnlich dem Karpaltunnelsyndrom und dem Loge de Guyon Syndrom um ein Nervenkompressionssyndrom. An der Schädigung des Nervus Ulnaris beim Sulcus Ulnaris Syndrom, auch Kubitaltunnelsyndrom genannt, können verschiedene Faktoren beteiligt sein.

  • Bei der Syndaktylie (Syndactylie) handelt es sich nicht um Finger die zusammengewachsen sind, sondern um Finger, die während der Embryonalentwicklung zusammengeblieben sind. Die Erkrankung entsteht durch ein Ausbleiben der Fingertrennung an der Handknospe des Embryos. Betroffen sein können zwei oder mehrere Finger.
  • Eine Tendovaginitis de Quervain wird auch Hausfrauendaumen genannt und kann durch Überbelastung, Sehnenscheidenreizung, eine Sehnenscheidenentzündung und bei einer gewissen individuellen Neigung entstehen. Sie wird gelegentlich als Rhizarthrose fehlgedeutet. Das Krankheitsbild und die Therapie-Möglichkeiten werden beschrieben.
  • Der Tennisarm, auch Tennisellenbogen genannt oder medizinisch Epicondylitis lateralis humeri, ist eine Sehnenursprungsentzündung der Unterarmstreckmuskulatur am äußeren Epicondylus (Oberarmknorren) des Oberarmknochens, an der Daumenseite des Ellenbogengelenkes. Sie entsteht meist durch eine berufliche oder sportliche (u.a. Tennis) Überbeanspruchung.

Leitsymptome in der Handchirurgie

  • Daumen-Schmerzen und Handgelenk-Schmerzen werden in der Handchirurgie von Patienten häufig beklagt. Die möglichen Ursachen bzw. Differenzialdiagnosen sind vielfältig. Im Folgenden werden Ihnen die wichtigsten Gründe für die Schmerzen im Daumen vorgestellt:
  • Handgelenk-Schmerzen sind häufig angegebene Beschwerden nicht nur in der Handchirurgie. Die möglichen Ursachen / Differenzialdiagnosen sind vielfältig. Im Folgenden werden Ihnen die wichtigsten Gründe für die Schmerzen im Handgelenk vorgestellt:
  • Das Kribbeln an der Hand und auch an anderen Körperstellen ist Folge einer Nervenschädigung. Die Nervenschädigung kann durch Druck auf den Nerven, eine Prellung oder durch schädigende Stoffe entstehen. Patienten, die davon betroffen sind beklagen häufig einschlafende / taube Finger oder Hände oder Mißempfindungen, Ameisenlaufen und Brennen. Die Missempfindung wird in der Medizin als Parästhesie bezeichnet.

 

  • Nachbehandlung und Verhaltensempfehlungen:
    Die Art und Dauer der Nachbehandlung richtet sich nach dem Ausmaß des Erkrankungsbildes und des Eingriffes. Diese ist auch von der individuellen Wundheilung abhängig, die oft in Zusammenhang steht mit Nebenerkrankungen, Medikamenteneinnahme, Essstörungen, Nikotin- und Alkoholkonsum. Die Details wird Ihnen Ihr Arzt erläutern.

 

Anatomie an der Hand

  • Handanatomie:
    Hier finden Sie eine Übersicht über die in der Handchirurgie wichtige Anatomie der Hand. Es werden Die Muskeln, Sehnen, Knochen und weitere Strukturen vorgestellt.
  • Handgelenk-Anatomie:
    Der Aufbau des Handgelenkes ist komplex. Hier soll Ihnen ein kleiner Überblick gegeben werden zu den Strukturen wie Muskeln, Knochen, Bänder, Sehnen und Nerven.
  • Karpaltunnel:
    Wie ist der Karpaltunnel, auch Karpalkanal genannt, aufgebaut? Hier finden Sie Informationen zur Anatomie, die für das Karpaltunnelsyndrom wichtig ist.

 

Bereiche der Handchirurgie und Erkrankungen der Hand

Die Handchirurgie kann in verschiedene Bereiche und Erkrankungen unterteilt werden. Die wichtigsten sehen Sie hier:

  • Nervenkompressionssyndrom - Das häufigste in der Handchirurgie behandelte und operierte Nervenengpasssyndrom ist das Karpaltunnelsyndrom. Weitere: Sulcus ulnaris Syndrom, Pronator teres Syndrom,...
  • Dupuytren Erkrankung
  • Verschleißerscheinung und Überlastungserscheinungen an Gelenken (Arthrose) und Sehnen (Tennisarm, Springfinger)
  • Handtumor (Ganglion, Lipome, ...)
  • Handchirurgie der Rheumatischen Hand
  • Angeborene Fehlbildungen (z.B. zusammengewachsene Finger = Syndaktylie)
  • Infektionen (Nagelfalzinfekt bis zur Hohlhandentzündung = Hohlhandphlegmone)
  • Verletzungen in der Handchirurgie
    • Weichteilverletzungen
    • Sehnenverletzungen
    • Brüche
    • Bandverletzungen
    • Nervenverletzung
    • komplexe Verletzungen mit Kombination der o.g. Verletzungen
    • Verbrennungen der Hand
  • und andere

 

Aktualisiert am 03.12.2015

  • Operative Handchirurgie vom bekannten US-Amerikanischen Handchirurgen Green:
    Green’s Operative Handsurgery - Green, Hotchkiss, Pederson, Wolfe - Elsevier Churchill Livingstone - Fifth Edition 2005
  • Hand & Wrist Surgery Secrets - Jeffrey Weinzweig -Hanley & Belfus - 1999
  • Plastische Chirurgie - Springer - Berger, Hierner - Band 4: Extremitäten - Berlin 2008
  • Chirurgische Anatomie der Hand - Lanz, Schmidt -Thieme - Stuttgart 2003
  • Operationsatlas Handchirurgie - Pechlaner - Thieme -Stuttgart 1998

Ein Klassiker der Handchirurgie:

  • Atlas der Handchirurgie - Tsuge - Hippokrates - Stuttgart 1990