Gynäkomastie Operation

Gynäkomastie OP Düsseldorf

Gynäkomastie-op bei Männerbrust

 

 

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Bild: 25 Jahre alter Mann mit Gynäkomastie

 

 

Definition: Unter Gynäkomastie ist die Vergrößerung der Männerbrust zu verstehen. Sie kann ein- oder beidseitig auftreten.

Sie ist zwar überwiegend gutartig, kann aber insbesondere bei einseitigem Auftreten des älteren Mannes auch Brustkrebs bedeuten. Daher sollte selbst bei geringen Zweifeln einer Ultraschalluntersuchung und ggf. eine Mammographie durchgeführt werden.

  • Die Ursache der Gynäkomastie ist in 50% der Fälle nicht eruierbar.
  • 90% aller Neugeborenen haben eine physiologische Gynäkomastie.
  • In der Pubertät liegt die Häufigkeit der Gynäkomastie bei ca. 40-70% und hat ebenfalls keinen Krankheitswert.
  • Im Laufe des Lebens entwickeln ca. 50% der Männer einen Männerbusen.

Wie kann die Gynäkomastie eingeteilt werden?

Es gibt verschiedene Klassifikationen. Die Gynäkomastie-Stadien nach Deutinger sind einfach aber treffend:

  • Grad I eintspricht einer kleinen Männerbrust.
  • Grad II ähnelt einer Jungmädchenbrust.
  • Grad III bedeutet einer ausgeprägte Gynäkomastie im Sinne einer weiblichen Brust mit Unterbrustfalte.

Wie entsteht Erkrankung?

Es können physiologische und nichtphysiologische Ursachen der Ausbildung einer Gynäkomastie unterschieden werden. Physiologisch bedeutet im Gegesatz zu nichtphysiologisch, dass es sich um eine nicht krankhafte Veränderung der Männerbrust handelt.

  • Physiologische Einflüsse auf die Männerbrust:
    In der Pubertät, im fortgeschrittenen Alter und in der Neugeborenenzeit ist die Gynäkomastie als normal anzusehen. Die Männerbrust verändert sich hier durch nicht krankhafte hormonelle Einflüsse. Auch bei starkem Übergewicht ist die Gynäkomastie zu beobachten. Da nur eine Vermehrung des Fettgewebes vorliegt, spricht man hier von einer unechten Gynäkomastie = Pseudogynäkomastie.
  • Nichtphysiologische Einflüsse:
    Die nichtphysiologische Gynäkomastie kann, wie im Folgenden dargestellt, durch medikamentöse oder hormonelle Veränderungen die Männerbrust verändern.

 

Auch Medikamente können eine Gynäkomastie zur Folge haben:

Die Gynäkomastie kann durch verschiedene Medikamente hervorgerufen werden. Die wichtigsten sehen Sie hier aufgelistet:

  • Spironolakton (Diuretikum)
  • Anabolika (In der Bodybuildingszene wird die Gynäkomastie gern kurz Gyno genannt.)
  • Finasterid (Prostatamittel welches auch als Haarwuchsmittel benutzt wird)
  • Magenschutztabletten: Omeprazol, Ranitidin, Cimetidin
  • Hormone: Antiandrogene, Östrogene
  • Herzpräparate (selten): Digitalis, Betablocker, Kalziumantagonisten
  • Alkohol, Marihuana und Heroin können ebenfalls einen pathologische Männerbrust zur Folge haben.

 

Welchen Einfluss haben Hormone bei der Gynäkomastie?

Ein Überschuss an Östrogenen (weibliches Geschlechtshormon) kann ebenso zur Gynäkomastie führen, wie der Mangel an Testosteron (männliches Geschlechtshormon).

Eine Zunahme an Östrogenen findet sich bei Tumorerkrankungen des Hodens oder der Nebennierenrinde. Auch bei einer fortgeschrittenen Leberzirrhose gehört die Gynäkomastie zum Symptomkomplex.

Ein Androgenmangel besteht u.a. bei nicht angelegten Hoden, Kastration Schilddrüsenüberfunktion und bei Erkrankungen, die eine Minderproduktion an Androgenen zur Folge haben (Klinefelter Syndrom, Prolaktinom,...).

Wie sollte die Diagnostik durchgeführt werden?

Die Diagnostik sollte eine Hormonanalyse und eine Leber- und Schilddrüsenfunktionsüberprüfung durch Laboruntersuchung (Blutabnahme) beinhalten.

Insbesondere bei einer einseitigen Gynäkomastie im fortgeschrittenen Alter sollte auch an den zwar seltenen, aber höchst aggressiven Brustkrebs (Mammakarzinom) beim Mann gedacht werden. Daher ist die Sonographie und Mammographie empfehlenswert. Der Brustkrebs des Mannes ist meist höchst aggressiv.

Eine gute Einschätzung der Ursache und des Befundes kann vom erfahrenen Operateur anhand einer Befragung und einer körperlichen Untersucheun erfolgen - gerade im Hinblick auf die Auswahl der optimalen Behandlungsoption.

Welche Beschwerden können bei der Gynäkomastie auftreten?

Meist leiden die Betroffenen an der kosmetischen Beeinträchtigung durch die veränderte Männerbrust. Schmerzen sind nur selten vorhanden. Der typische Befund besteht, neben dem Brustwachstum, in der Größenzunahme der Brustwarze und des Warzenhofes. Meist lassen sich derbe Drüsenstränge tasten. Das Drüsengewebe kann von dem Fettgewebe leicht unterschieden werden. Durch das Drüsengewicht wölbt sich oftmals der Brustwarzenhof vor, so dass dieser vergrößert erscheint und herabhängt. Eine Unterbrustfalte ist bei größeren Befunden sichtbar.

Eine Besonderheit ist der Brustkrebs des Mannes der nicht als die eigentliche Gynäkomastie fehlgedeutet werden darf. Es können ähnliche Veränderungen, wie beim Brustkrebs der Frau auftreten. Die Symptome treten in der Regel einseitig auf:

  • Blutungen aus der Brustwarze
  • sehr derber tastbarer Knoten
  • Verziehungen, Einziehungen der Haut
  • Orangenartige Veränderung der Haut werden in fortgeschrittenen Stadien beobachtet.
  • Entzündung
  • Gewebsdefekte finden sich in sehr fortgeschrittenen Stadien.
  • Schwellungen in der Achselhöhle können Zeichen einer Lymphknotenbesiedlung sein.

Was beinhaltet die konservative Behandlung?

Die konservative Therapie besteht darin, die oben beschriebenen auslösenden Ursachen zu eliminieren und Hormonstörungen zu therapieren. Hier ist das Fachwissen von Allgemeinärzten, Internisten, Endokrinologen (spezielle Ausbildung im Bereich Hormone), Kardiologen und Urologen gefragt. Leider bildet sich trotz erfolgreicher konservativer Therapie der Männerbusen oft nicht mehr zurück, so dass hier trotz allem eine Operation in Erwägung gezogen werden muss.

Die Operation der Brustverkleinerung beim Mann heißt Andromastektomie.

Schnittführung bei der GynäkomastieoperationBild rechts: Sie sehen mögliche Hautschnitte bei der Gynäkomastie-Op: Brustwarzenrandschnitt, oder kleiner Einstich bei der Fettabsaugung.

Die Art der Gynäkomastie-Operation ist von der Größe und Beschaffenheit der Brust abhängig:

 

  • Die Operation bei der Pseudogynäkomastie.
    Im Falle einer fetthaltigen Männerbrust die medizinisch Pseudogynäkomastie genannt wird und die nicht mit einer Vermehrung des Drüsengewebes einhergeht, ist eine Fettabsaugung bei kleineren und mittleren Ausprägungsgraden der Erkrankung ausreichend. Auf den Hautschnitt im Bereich der Brustwarzenhöfe kann oft verzichtet werden. Beim Fettabsaugen im Rahmen der Gynäkomastie wird ein kleiner Schnitt am seitlichen Brustmuskelrand gesetzt und eine Flüssigkeit infiltriert, die den abzusaugenden Bereich aufquellen lässt. Die Fettzellen schwemmen auf, wodurch sie sich einfacher absaugen lassen. Anschließend wird das Fettgewebe abgesaugt. Es ist wichtig die Übergänge an den Rändern unauffällig auslaufen zu lassen, damit keine Stufen entstehen. Manchmal ist die Männerbrust äußerst stark ausgeprägt und ist dann vom Erscheinungsbild her einer großen weiblichen Brust gleichzusetzen. Mit der Fettabsaugung ist hier keine ausreichende Korrektur möglich. In solchen Fällen muss eine Brustverkleinerung mit den üblichen Schnitttechniken durchgeführt werden. 
  • Op bei einer drüsenhaltigen Männerbrust und Andromastektomie.
    Eine Fettabsaugung reicht bei einer drüsigen Männerbrust häufig nicht aus, da die Brustdrüse ein sehr festes Gewebe ist, welches kaum abgesaugt werden kann. Daher wird in der Regel eine Kombination der Fettabsaugung mit der Andromastektomie (Entfernung der Brustdrüse beim Mann) praktiziert. Die Fettabsaugung dient der Konturierung. Bei der Andromastektomie wird ein Schnitt am Brustwarzenhof gesetzt über den der Überschuss der Drüse entfernt wird. Am Ende der Operation werden oft Drainagen eingelegt. Nicht selten ist die Gynäkomastie mit zu großen Brustwarzen kombiniert, die ebenfalls korrigierbar sind.
  • Was wird bei einer riesigen Gynäkomastie gemacht?
    Bei einer extremen Gynäkomastie (Grad III nach Deutinger) ist eine Operation notwendig, die durchaus mit der Brustverkleinerung bei Frauen verglichen werden kann. Es kommen, je nach Größe und Hautüberschuss der zu korrigierenden Männerbrust, der i-Schnitt, T-Schnitt oder die Schnittführung um den Brustwarzenhof herum (periareolär), in Frage. Diese Schnitttechniken werden bei der Brustverkleinerung und bei der Bruststraffung näher erklärt.

Was muss nach der Brustverkleinerung beim Mann beachtet werden?

Wird die Brustverkleinerung beim Mann nur mittels Fettabsaugung durchgeführt, so ist eine ambulante Behandlung möglich. Jedoch ist im Falle einer Andromastektomie und der Operation im Sinne einer Brustverkleinerung, ein kurzer stationärer Aufenthalt üblich.

Die Vollnarkose ist bei mittelschweren und schweren Befunden notwendig.

Nach der Operation sollte eine 6- wöchige Sportkarenz eingehalten werden. Auch ist das Tragen einer Kompressionsweste für diesen Zeitraum wichtig. Gerade in der Anfangsphase wird sich der Schwellungszustand so schneller reduzieren und die Wahrscheinlichkeit von Blut-, oder Wundwasserergüssen ist minimiert.


Aktualisiert am 22.09.2016

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