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Fettabsaugung Düsseldorf

 

 

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Die Anfänge der Fettabsaugung liegen in den 70-er Jahren. Es wurden von Schrudde erste Versuche mit einer gynäkologischen Kürette unternommen, das Fettgewebe unter der Haut auszudünnen. Mit dem heutigen Fettabsaugen hatte dieses noch wenig zu tun. Es traten diverse Probleme auf, so dass sich das Prinzip zunächst nicht etablieren konnte. Mit der Tumeszenztechnik und der Benutzung von speziellen Kanülen trat die Fettabsaugung dann in den 80-iger Jahren mehr und mehr in den Vordergrund. Heute zählt die Liposuktion zu den am häufigsten durchgeführten Operationen in der plastischen Chirurgie.

 

Es gibt verschiedenen Techniken:

  • Unter SAL (suction-assisted-liposuction) versteht man die saugungs-assistierte Fettabsaugung.
  • Die UAL ist eine Ultraschall assistierte Technik.
  • Die PAL (power-assisted-liposuction)-Technik gehört zu den neueren Varianten und bezeichnet die vibrations-assistierte Methode.
  • Zu einer der ältesten Methoden gehört die Fettabsaugung mit dem Tulip-System.

Die hier kurz vorgestellten Methoden werden weiter unten näher beschrieben.

Welche Gründe gibt es für die Fettabsaugung?

Die Fettabsaugung bzw. Liposuktion (engl. Liposuction) ist ein bewährtes und etabliertes Verfahren der Fettgewebsreduktion.

Die meisten Menschen finden am eigenen Körper Problemzonen. Sehr häufig handelt es sich dabei um Fettpolster an typischen Stellen, die sich gegenüber Diäten und Sport als ausgesprochen hartnäckig erweisen können. Daher führen sie häufig zu dem Wunsch einer Fettabsaugung. Bei Frauen treten diese Fettpolster typischerweise an den Oberschenkelaußenseiten als Reiterhosen auf. Auch die Knieinnenseiten und Oberschenkelinnenseiten sind des Öfteren betroffen. Bei Männern sind gehäuft die Hüftregionen beeinträchtigt, die neudeutsch als „Love Handles“ bezeichnet werden. Ein großer Leidensdruck geht bei Männern von der Fettansammlung im Bereich der Brust aus, der Gynäkomastie, die das männliche Erscheinungsbild stark beeinträchtigt. Durch Fettabsaugen kann man in vielen Fällen das Erscheinungsbild normalisieren und somit die Ästhetik der Proportionen optimieren.

 

Wie wird die Operation durchgeführt?

Die Fettabsaugung kann abhängig von der geschätzten Absaugmenge in örtlicher Betäubung mit oder ohne Dämmerschlaf durchgeführt werden. Bei größeren Mengen, sollte ernsthaft über eine Vollnarkose nachgedacht werden, die sowohl für die Patienten, als auch für den Operateur von Vorteil sein kann. Beim Fettabsaugen großer Volumina (<4l) oder bei bestimmten Nebenerkrankungen ist ein kurzer stationärer Aufenthalt sinnvoll. Die zu kalkulierende Operationszeit reicht von 45 Minuten bis zu ca. 3 Stunden.

 

Bilder: Auf der Abbildung sehen sie die bei der Fettabsaugung am häufigsten behandelten Bereiche.

Fettabsaugen an der Vorderseite Bereiche der Liposuktion hinten

Vor der Fettabsaugung markiert der Operateur im stehen die zu bearbeitenden Regionen. Im Bereich des Bauches ist ein Abtasten der Bauchwand nach Hernien (Nabelbruch, Leistenbruch,…) ratsam, um eine Verletzung eines solchen Bruches, welcher auch Darm enthalten kann, zu vermeiden. Im Operationssaal wird eine spezielle Kochsalzlösung, Tumeszenzlösung genannt, in die markierten Bereiche eingespritzt (infiltriert). Es gilt die Einstichstellen in unauffällige Bereiche zu legen und nur so groß zu wählen, dass die benutzten Kanülen gerade so passieren können. Bei einer Mega-Fettabsaugung kann es sich um Flüssigkeitsmengen von über 5 Litern handeln. Ist die Lösung nicht vorgewärmt ist eine massive Auskühlung des Patient möglich. Die Kochsalzlösung enthält in der Regel ein bis zwei Mittel gegen Schmerzen und eine Substanz, die dazu führt, dass sich die kleinen Gefäße zusammenziehen, wodurch das Blutungsrisiko gesenkt wird. Rezepturen gibt es viele.

Nach der Infiltration sollte die Tumeszenzlösung wenigstens 20 Minuten einwirken, um die Fettabsaugung zu erleichtern. während dieser Zeit quellen die Fettzellen auf und werden wegen der erhöhten Spannung der Zellmembranen mechanischen Belastungen gegenüber sehr anfällig. Man kann also mit weniger mechanischer Beanspruchung mehr Fett gewinnen und schont dabei das umliegende Gewebe (Nerven, Gefäße, Bauchwand,…). Die eigentliche Fettabsaugung beginnt nach Abschluss der Einwirkungszeit.

Über die oben genannten Einstichstellen wird nun durch gleichmäßige Bewegungen mit speziellen Kanülen für die Fettabsaugung das leidige Fett gewonnen. Das geschieht über ein Saugsystem das kontinuierlich Unterdruck aufbaut. Die Kanülen gibt es in verschiedenen Längen und Breiten. Die Öffnungen an der Kanülenspitze sind ebenfalls unterschiedlich groß und in der Form variabel. Der Operateur muss die Kanülen entsprechend des zu bearbeitenden Bereiches auswählen.

Moderne Systeme wie das PAL (vibrations assistierte Fettabsaugung), gestalten den Vorgang der Fettabsaugung mit Hilfe von vibrierenden Kanülen effektiver und sind schonender.

 

Die SAL ist eine saugungsassistierte Liposuktion:

 

Die SAL - saugungs-assistierte Fettabsaugung ist das heute gängige Verfahren, welches oben beschrieben wurde. Operateure die häufig Fettabsaugungen durchführen bedienen sich in der Regel zwar teurer aber verbesserter, assistierter Systeme wie der PAL (Vibrationsassistenz) oder der UAL (Ultraschalassistenz).

 

Das Tulip-System ist das kostengünstigste:

Das Tulip-System ist das einfachste und kostengünstigste aller Gerätschaften zur Fettabsaugung. Es besteht aus einer 50ml großen Spritze einer „Feder“ und natürlich einer Auswahl von Kanülen. Zunächst wird, wie oben beschrieben die Tumeszenzlösung infiltriert. Die gewünschte Kanüle wird dann auf die Spritze geschraubt. Sobald die Kanüle über den kleinen Hautschnitt in das Unterhautfettgewebe vorgeschoben wird, kann durch das Aufziehen der Spritze Unterdruck aufgebaut werden, indem die Spritzenstellung mit der Feder fixiert wird. Es ist also kein Gerät bei der Fettabsaugung notwendig, welches einen kontinuierlichen Sog aufbaut. Der Materialaufwand ist zwar gering, jedoch kann man mit dieser Technik nur kleine Flächen bearbeiten. Größere Flächen bedürfen eines enormen Zeitaufwandes. Auch ist diese Technik im Vergleich zu anderen traumatischer. Zudem muss der Operateur bei der Fettabsaugung von sehr kleinen Bereichen ständig aufpassen, dass die Kanüle bzw. Spritze in der Nähe des Hautschnittes keine Luft zieht und somit das Vakuum in der Spritze verloren geht.

 

Die UAL ist eine Fettabsaugung mit Ultraschall:

In den 90-er Jahren wurde ein System zur Fettabsaugung mehr und mehr populär, welches mit Hilfe von Ultraschallwellen eine Erleichterung und Verbesserung versprach. Die vom System produzierten Ultraschallwellen werden über ein besonderes Handstück und schließlich über die Kanülen abgegeben. Die durch die Tumeszenzlösung aufgequollenen Fettzellen lassen sich mittels Ultraschall noch leichter zerstören und sind leichter abzusaugen. Die Fettzellen zerplatzen und es entsteht eine Fettemulsion, die über die Absaugkanüle abgesaugt wird. Dieses bedeutet also weniger Manipulation bzw. Trauma für das Unterhautfettgewebe bei größeren Absaugmengen. Allerdings wird bei dieser Form der Fettabsaugung eine nicht unerhebliche Menge Wärmeenergie produziert, die durch reichlich Kühlung (Flüssigkeit) reduziert werden soll. Die UAL darf nur in der Tumeszenztechnik Anwendung finden! Der positive Effekt der Wärme besteht darin, dass bei der Bearbeitung der Lederhaut (tiefste Hautschicht) kleinere Verbrennungen entstehen, die dazu führen das die Haut sich im Anschluss an die Fettabsaugung deutlich besser zusammenzieht, als das bei der herkömmlichen Liposuktion der Fall ist. Bei schlaffer Haut hat man also eine größere Chance ohne eine spätere Hautstraffungsoperation auszukommen. Der negative Effekt der Wärmebildung liegt darin, dass in seltenen Fällen, bei größeren Absaugmengen und zu starker Bearbeitung oder ungleichmäßiger Handhabung echte Verbrennungen, auch der kompletten Hautschicht, die Folge sein können, mit entsprechender verzögerter Wundheilung und Narbenbildung.

Insgesamt ist die ultraschall assisitierte Fettabsaugung in geübter Hand ein schonendes Verfahren, mit dessen Hilfe auch bei hartnäckigen Fällen (z.B. Lipomatosen) gute Resultate erzielt werden können.

Das PAL ist eine Fettabsaugung mit Vibration.

Bei der PAL handelt es sich um eine Vibrations- assistierte Fettabsaugung. Das System produziert über ein spezielles Handstück eine feine Kanülenvibration. Genau wie bei den anderen Verfahren beschrieben, findet eine Tumeszenzlösung Anwendung, bei der eine Einwirkungszeit von ca. 20 Minuten eingehalten werden sollte. Durch die Vibration wird eine ähnliche Wirkung erreicht, wie mit der Ultraschall assistierten Fettabsaugung. Die aufgequollenen Fettzellen lassen sich so leichter zerstören und mit weniger Trauma entfernen. Es muss  jedoch betont werden, dass es bei dieser Technik nicht zu dem Hitzeeffekt kommt, der bei der UAL zu Verbrennungen führen kann. Wegen dieses entscheidenden Vorteils wird die vibrations- assistierte Fettabsaugung immer beliebter. Bei der Fettabsaugung durch PAL kann ein Hautschrumpfungseffekt durch entsprechende Bearbeitung der oberflächlichen Fettschicht erreicht werden (siehe nächstes Kapitel).

 

Welche Rolle spielt die Hautqualität bei der Fettabsaugung?

Bei der Fettabsaugung muss während der Beratung besonders auf die Hautqualität eingegangen werden. Bei jungen Patienten mit guter Hautqualität (keine sonnengeschädigte Haut, keine Cellulite) ist auch bei einer großen Absaugmengen davon auszugehen, dass die Schrumpfungstendenz der Haut ebenso gut ist.

Das Fettgewebe ist an fast allen Körperstellen zweischichtig aufgebaut, was bei der Fettabsaugung berücksichtigt werden muss. Die tiefe Fettschicht mit großen Fettzellen befindet sich unter einer festen Faserschicht der Scarpa’schen Faszie. Die oberflächliche Fettschicht ist eine Ansammlung feinerer Fettzellen oberhalb der Scarpa'schen Faszie. Lange Zeit wurde in der Plastischen Chirurgie die Meinung vertreten, man dürfe die Fettabsaugung nur in der tiefen Fettschicht praktizieren um Konturunregelmäßigkeiten mit Dellenbildung und Faltenwurf der Haut zu unterbinden. „Stay deep!“ war das Stichwort. Jedoch traten die genannten Probleme trotz dieser Bemühungen auf. Daraufhin ist man dazu übergegangen auch die obere Fettschicht in die Fettabsaugung mit einzubeziehen die man im Gegensatz zur tiefen Schicht mit feineren Kanülen bearbeitet. Auf diese Weise kann auch eine deutliche Verbesserung der Hautschrumpfung erzielt werden.

Trotz aller Überlegungen sind bei einer stark erschlafften, älteren und sonnengeschädigten Haut, bei größeren Absaugmengen, der Hautschrumpfung deutliche Grenzen gesetzt, die sich auch durch Fettabsaugen mittels UAL und PAL nicht aus dem Weg schaffen lassen. In diesen Fällen sollte zumindest die Möglichkeit einer später notwendigen Hautstraffungsoperation diskutiert werden.

Ist die Neubildung von Fettzellen nach einer Fettabsaugung möglich?

Um es schon vorweg zu nehmen: „Was abgesaugt wurde kommt nicht wieder!“. Die Fettzellen, die durch eine Fettabsaugung zerstört bzw. entfernt wurden, kommen nicht wieder. Beim Erwachsenen können sich die Fettzellen nicht, bzw. höchstens in geringstem Maße, neubilden. Auch gibt es keinen Nachweis dafür, dass sich das Fett dafür an anderen Körperstellen vermehrt. Dass dieses doch möglich sei, ist ein Trugschluss. Bei den Betroffenen, die solche Vorgänge am eigenen Körper beobachten, handelt es sich in aller Regel um eine generelle Gewichtszunahme. Natürlich kann sich die Gewichtszunahme nicht entsprechend an den Arealen zeigen, an denen die Fettabsaugung erfolgte, da hier deutlich weniger Fettzellen vorhanden sind, als vor der Operation. Die verbliebenen Fettzellen werden das Fett aber in gewohnter Weise speichern. Das bedeutet, die Proportionen bleiben nach einer Fettabsaugung erhalten. Im Falle einer Bauch-Fettabsaugung würde dies bedeuten, dass bei einer Gewichtszunahme nach der Operation der Bauch proportional kleiner bleibt.

Was ist eine Schweißdrüsenabsaugung?

Die Schweißdrüsenentfernung wurde zunächst mit einer der Fettabsaugung ähnlichen Technik versucht. Nach einigen Misserfolgen setzte sich mehr und mehr die Lipokürettage durch, die eine erfolgreiche Behandlung des übermäßigen Schwitzens in der Achsel erlaubt. Die Lipokürettage geht dabei einen Schritt weiter, als eine bloße Schweißdrüsenabsaugung. Im Gegensatz zur Therapie mit Botulinumtoxin ist die Lipokürettage keine Methode mit zeitlich begrenztem Erfolg.

 

Besonderheiten zu verschiedenen Regionen der Fettabsaugung.

Im Folgenden finden Sie spezielle Informationen in Bezug auf verschiedene Körperregionen. Es gibt absolute Tabuzonen für eine Liposuktion, wie z.B. die Mitte des Gesäßes. Weiterhin gibt es Regionen, die sehr einfach zu bearbeiten sind, andere Bereiche sind den Spezialisten vorbehalten. Zu den letzteren Körperarealen gehören unter Anderem die Wadenregion, deren Fettabsaugung nur von wenigen Plastische Chirurgen praktiziert wird. Neben den im Folgenden dargestellten Regionen finden Sie weitere Bereiche oben in der Übersicht.

 

  1. Im Bereich der Brust wird nur selten abgesaugt!
    Eine Fettabsaugung der Brust ist auch durchführbar. Sie macht allerdings nur Sinn zur Formung der Brust und nicht etwa zur Brustverkleinerung. In letzterem Fall wäre nämlich eine Erschlaffung der Brust durch den relativen Hautüberschuss zu erwarten. Die zur Achsel hin reichenden Ausläufer einer breitbasigen Brust lassen sich jedoch gut korrigieren.
  2. Auch die Fettabsaugung der Oberarme ist möglich.
    Die Fettansammlungen am Oberarm sind hauptsächlich am hinteren und oberen Bereich lokalisiert. Wenngleich sich dieses Fettgewebe recht gut durch Fettabsaugen bearbeiten lässt, zieht sich nach dem Eingriff die Haut nur bei guter bis sehr guter Hautqualität ausreichend zusammen. Wenn dieses nicht der Fall ist, kann im Rahmen einer Oberarmstraffung der Hautüberschuss korrigiert werden. Dieses bedeutet allerdings Narben an der Oberarminnenseite. Fettdepots, die nach einer Gewichtsreduktion entstanden sind und immer mit einem Hautüberschuss auftreten, können daher gleich durch eine Oberarmstraffung behandelt werden. Allerdings ist in manchen Fällen auch eine Kombination von Fettabsaugung und Oberarmstraffung sinnvoll.
  3. Die Reithosen-Liposuktion gehört zu den häufigsten Bereichen.
    Die klassischen Fettpolster an der Oberschenkelaußenseite werden, da sie an die Hosen der Reiter erinnern, Reithosen genannt. Sie gehören zu den Hauptproblemzonen der Frau und werden mit am häufigsten einer Liposuktion unterzogen. Die Fettabsaugung in diesem Bereich ist dankbar, da der Erfolg deutlich beim Tragen engerer Röcke oder Hosen sichtbar ist. Als Banane bezeichnet man den wulstartigen Bereich in der horizontalen Gesäßfalte, der dazu führen kann, dass zwei horizontale Gesäßfalten sichtbar sind. Diese Zone kann man mit dem Ziel modellieren eine einzige horizontale Gesäßfalte zu kreieren, was jedoch nicht immer gelingt. Eine Verbesserung des Befundes ist meist erreichbar.
  4. An der Oberschenkelinnenseite ist die Haut sehr dünn. Es können hier recht ausgedehnte Fettgewebsansammlungen vorhanden sein, die selbst bei schlanken Frauen zur mechanischen Beeinträchtigung führen können. Die Fettabsaugung darf nur so radikal durchgeführt werden, dass es nicht zu einem zu großen Hautüberschuss kommt. Lässt sich dieses nicht vermeiden, so ist mit einer kleinen Oberschenkelstraffung eine Korrektur durchführbar.

 


Aktualisiert am 07.06.2016

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  • Ästhetische Chirurgie Video I: Lokalanästhesie und Oberflächliche Fettabsaugung von Gottfried Lemperle von ecomed - 2001
  • Ästhetische Chirurgie Video IV: Ultraschall-Fettabsaugung und CO2-Laserbehandlung von Gottfried Lemperle von ecomed - 2003