Bodylift | Bodylifting

Bodylift nach Lockwood: Schnittführung beim Bodylifting

 

 

Wenn Sie einen Termin in Düsseldorf vereinbaren möchten oder weitere Fragen haben, dann rufen Sie uns an unter
0211 24790940 (Mo-Fr 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr) oder nutzen Sie unser

KONTAKTFORMULAR

 

Was ist ein Bodylift?

Das Bodylift wird auch Bodylifting oder auf deutsch Körperstraffung genannt. Es wurde erstmals von Lockwood im Jahre 1993 beschrieben und wird daher nach ihm benannt. Im Grunde genommen beinhaltet der Eingriff 3 klassische Formen der Hautstraffung - und zwar die Bauchstraffung (Bauchdeckenstraffung), die Oberschenkelstraffung und die Postraffung. Entgegen der Bezeichnung Bodylift, wird keineswegs der ganze Körper gestrafft, sondern die zuvor genannten Bereiche.

Folgende Straffungsoperationen sind daher nicht Bestandteil des Bodylifting: Bruststraffung, Oberarmstraffung, Facelifting, Halsstraffung, und das Stirnlifting.

 

Welche Indikation gibt es für die operative Körperstraffung?

Ein Bodylift (= Körperstraffung) ist indiziert nach starken Gewichtsverlusten, bei denen es zu einem deutlichen Hautüberschuss kommt. Dieser kann nicht selten groteske Ausmaße annehmen, was zu einer deutlichen seelischen Belastung und zu einer physischen Behinderung führen kann. Es können große Hautlappen entstehen, die zur Reibung an den Oberschenkelinnenseiten führen oder vom Bauch über den Schambereich bis zu den Oberschenkeln reichen. Dadurch sind der Körperhygiene nicht oft Grenzen gesetzt. In solchen Fällen reichen einzelne Straffungsoperationen oftmals nicht aus, um das Gesamtbild zu korrigieren bzw. zu normalisieren. Hier kann das Bodylifting maßgeblich zur Normalisierung der Körperform beitragen.

Die Indikation zu dieser Operation ist gegeben, wenn es sich um extreme Gewichtsreduktionen mit massivem Hautüberschuss im Bereich von Bauch, Oberschenkel, Gesäß und Hüften handelt. Diese Hautüberschüsse treten gehäuft nach Magenbandoperationen (eng. gastric banding) auf, die zur Gewichtsabnahme bei extremer Fettleibigkeit durchgeführt werden. Das Körpergewicht um kann auf diese operative Weise weit über 60kg reduziert werden (Lesen Sie auch den Beitrag Hautstraffung nach Gewichtsreduktion). Die Patienten sollten keine gravierenden Nebenerkrankungen haben und mit einem aufwendigeren Eingriff, einschließlich der damit verbundenen Nachbehandlung, einverstanden sein.

Prinzipiell kann man sagen, dass die meisten Magenbandoperationen, wenn sie erfolgreich sind, nach massiver Gewichtsreduktion einen starken Hautüberschuß zur Folge haben. Der Wunsch der Verbesserung der Lebensqualität durch eine operative Körperstraffung ist dann fast vorprogrammiert.

Wie wird die Bodylift Operation durchgeführt?

Bilder:
1,2, Die Bereiche des Hautüberschusses, die beim Bodylift entfernt werden, sind aufgehellt dargestellt.
3,4, Hier sehen Sie den Narbenverlauf nach einem Bodylifting.

Bodylift: Hautüberschuss von vorneKörperstraffung:  Bodylifting von vorne

Das Bodylift wird in Vollnarkose durchgeführt und ist mit einem stationären Eingriff von 2-7 Tagen verbunden. Die Operationszeit hängt von der Zahl und der Erfahrung der Operateure ab. Um die Op-Zeit gering zu halten wird gern in einem Team von 2-3 Plastischen Chirurgen operiert. Mit 4-6 Stunden muss man dennoch rechnen.

Die Technik des Bodylifting entspricht im Wesentlichen der Bauchdeckenstraffung, Gesäßstraffung und Oberschenkelstraffung - sie werden hier allerdings in einer Sitzung durchgeführt. Die Schnitte, die im Slip-Bereich verlaufen, werden im Bereich der Hüften miteinander verbunden. So erreicht man durch Entfernung des Hautüberschusses, auch im Bereich der Oberschenkelaußenseiten und Hüften einen guten Straffungseffekt.

Die Nachbehandlung beim Bodylift.

Die Nachbehandlung besteht beim Bodylift in den ersten Tagen in einer Immobilisation der Patienten. Eine Thromboseprophylaxe mit Heparin ist in dieser Phase wichtig. Die eingelegten Drainagen können je nach der sich ansammelnden Flüssigkeit nach ca. 3-5 Tagen entfernt werden. Die Kompressionsbehandlung mittels Miederware sollte für ca. 2 Monate nach dem Bodylift erfolgen. Die sportliche Betätigung sollte in dieser Zeit auch unterlassen werden. Die Fäden werden in der Regel nach 2-3 Wochen gezogen. Danach sollten die Narben, die sich in der Unterwäsche gut verbergen lassen mit Hautcremes gepflegt werden. Bei auffälligerer Narbenbildung sind silikonhaltige Salben oder Pflaster zu empfehlen.

Welche Vor- und Nachteile gibt es beim Bodylift?

Die Folgenden 4 Punkte sind die Hauptvorteile des Bodylift:

  1. Ein Bodylifting anstelle mehrerer Operationen.
  2. Insgesam kürzere Narkosedauer im Vergleich zur Addition der Narkosezeit der einzelnen Operationen.
  3. Nur eine Nachbehandlungsphase, die allerdings länger Anhält und stärker beeinträchtigt als die der Einzeloperationen.
  4. Effekt der Körperstraffung an der gesamten oberen Oberschenkelhälfte, dem Schambereich, am Bauch, an Po und Hüften.

Ein großer Vorteil ist der Straffungseffekt an der Oberschenkelaußenseite, da beim Bodylift auch im Bereich der Hüfte Haut und Fettgewebe entfernt werden. Abgesehen davon ersetzt das Bodylift 3 herkömmliche Straffungsoperationen (siehe oben).

Bei einem operativen Eingriff dieser Größenordnung sollten allerdings Blutkonserven bereitstehen. Meist werden diese zwar nicht benötigt, aber auszuschließen ist dies bei den umfangreichen Wundflächen nicht.

 

Aktualisiert am 21.01.2014

1, Superficial fascial system (SFS) of the trunk and extremities: a new concept. - Lockwood TE.- Plast Reconstr Surg. 1991 Jun;87(6):1009-18.

2, Lower body lift with superficial fascial system suspension. - Lockwood T. - Plast Reconstr Surg. 1993 Nov;92(6):1112-22; discussion 1123-5.

3, Lower-body lift. - Lockwood TE. - Aesthet Surg J. 2001 Jul;21(4):355-70.

4, Circumferential lower truncal dermatolipectomy. - Richter DF, Stoff A, Velasco-Laguardia FJ, Reichenberger MA. - Clin Plast Surg. 2008 Jan;35(1):53-71; discussion 93. Review