Bauchdeckenstraffung Komplikationen

Bauchdeckenstraffung mit T-Schnitt

 

 

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Auch wenn die Bauchstraffung eine Standardoperation ist, kann sie dennoch mit Komplikationen einhergehen. Prinzipell sind Komplikationen bei der Minibauchstraffung seltenet als bei den großen Varianten. Es ist wichtig diese, wenn möglich, zu vermeiden oder zumindest rechtzeitig zu erkennen. Nur so können rechtzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Wichtig zur Vermeidung ist auch die richtigen Nachbehandlung nach einer Bauchdeckenstraffung.

 

Welche Komplikationen können bei der Bauchdeckenstraffung auftreten?

Im Folgenden werden die wichtigsten Komplikationen kurz beschrieben, die bei der Bauchdeckenstraffung auftreten können:

  • Postoperative Schwellung:
    Nach der Bauchdeckenstraffung ist eine gewisse postoperative Schwellung normal. Sie kann durch kleinere Blutergüsse oder Wundwasserergüsse stärker ausgeprägt sein. Auch gewisse Verhärtungen sind postoperativ normal. Diese Veränderungen verbessern sich schon in den ersten postoperativen Wochen zusehends. In dieser Phase wird Kompressionsware dringend empfohlen. Sie muss ca. 6 Wochen lang getragen werden. Allerdings können auch danach noch leichte bis mäßige Schwellungen sichtbar sein. Gelegentlich ist eine Schwellung direkt über der Narbe zu sehen, die sich durch einen Lymphstau erklären lässt. Diese Lymphschwellung wird auch nach Kaiserschnitten beobachtet und bildet sich zurück (manchmal erst nach Monaten).
  • Blutergüsse:
    Bei der Operation entstehen größere Wundflächen. Daher ist es besonders wichtig eine akkurate Blutstillung durchzuführen. Mit anschließender Kompression und der Einlage von Drainagen sind größere Blutergüsse bei Patienten ohne Gerinnungsstörungen eher selten. Kleinere Hämatome kann der Körper selbst abbauen, größere bedürfen ggf. einer operativen Entfernung.
  • Blutungen:
    Diese lassen sich in der Regel durch sorgfältige Blutstillung und abschließende Kompression vermeiden. Es gelten die unter Blutergüsse beschriebenen Dinge.
  • Narbenbildungsstörungen nach der Bauchdeckenstraffung:
    Sogenannte hypertrophe Narben (oder im schlimmeren Falle Keloide) können bei Menschen mit entsprechender Störung gelegentlich auftreten.
  • Verletzung benachbarter Strukturen (sehr selten):
    Wenn Bauchwand- oder Nabelbrüche vorhanden sind kann Darm verletzt werden.
  • Infektionen:
    Das Risiko für Infektionen sollte durch hochsteriles Arbeiten und ggf. einer Antibiotikaprophylaxe reduziert werden.
  • Dog-Ears, Hundeöhrchen:
    An den beiden Enden der horizontalen Schnittflächen entsteht ein Hautüberschuss. Je extremer der Befund ist, desto ausgedehnter wird die Bauchdeckenstraffung ausfallen und umso stärker ist schließlich der Hautüberschuss. Da dieser kleinen Hundeöhrchen ähnelt, werden sie Dog-Ears genannt. Das Wegschneiden derselben geschieht im Rahmen der Bauchplastik zunächst nur unter Zurückhaltung, um eine übermäßige Ausweitung der Narben zu verhindern. Durch bestimmte Nahttechniken kann man sie reduzieren. Man setzt darauf, dass sie innerhalb von 3-6 Monaten schrumpfen und am Ende nicht mehr sichtbar sind. Kommt der gewünschte Schrumpfungseffekt nicht ausreichend zum tragen, dann kann man eine kleine Korrektur in örtlicher Betäubung vornehmen. An Narbenlänge hat man bei diesem Vorgehen in der Regel einiges gespart.
  • Hautgefühl im Bereich der Narbe:
    Über eine Verschlechterung des Gefühlsempfindens oder eine Taubheit der mittleren Narbenzone sollte vor einer Bauchdeckenstraffung aufgeklärt werden. Komplette Gefühllosigkeit ist eher selten. Aber oberhalb des mittleren Narbenabschittes kann auch eine permanente Taubheit bestehen bleiben. Diese ist oftmals bei Z. n. Kaiserschnitt im Vorfeld vorhanden.
  • Kummerecke:
    Die sogenannte Kummerecke ist bei der Bauchstraffung über dem Schamhügelschnitt lokalisiert. Hier besteht die größte Spannung und daher ein höheres Risiko für eine Wundheilungsstörung. Eine kleinere Wundheilungsstörung bedeutet ein leichtes Klaffen der Wundränder in diesem Bereich. Mit antiseptischen Verbänden kann man diesem Problemchen schnell Herr werden. Zu größeren Wundheilungsstörungen kommt es seltener. Meist sind dann Raucher oder Diabetiker betroffen.
  • Aufreißen der Wunde / Naht:
    Bei zu viel Spannung und zu viel Bewegung des Rumpfes kann die Naht überstrapaziert werden und reißen. Daher sollte man sich insbesondere in der ersten Woche nach der Bauchdeckenstraffung schonen und in leicht gekrümmter Position verharren.
    Im Zusammenhang mit Infekten kann der Wundrand, durch die damit verbundene Schwellung, aufquellen. Solches Gewebe ist instabil und kann eher einreißen. Selbst bei kleinsten Wundrandinfekten nach der Bauchdeckenstraffung sollte man daher die Naht nicht überstrapazieren und sich ruhig verhalten.
  • Absterben von Gewebe:
    Insbesondere bei starken Rauchern ist es möglich das im Bereich der größten Spannung (Mitte der Naht) wegen der Nikotinwirkung die Durchblutung der Haut nicht mehr gewährleistet ist. Hier können anteile der Haut Absterben. Je nach Größe des Defektes bedeutet dieses die Notwendigkeit über einen längeren Zeitraum antiseptische Verbände anzulegen oder sogar eine weitere Korrektur-Operation. Daher ist es wichtig vor und nach der Bauchdeckenstraffung auf Zigaretten zu verzichten.
  • Wundwasserergüsse = Serome:
    Bei der Bauchdeckenstraffung entstehen relativ große Wundflächen. Diese können je nach individueller Neigung Wundwasser produzieren. Meist kommt es nicht zu nennenswerten Veränderungen. Manchmal entstehen kleinere und mittelgroße Serome, die sich mit der Zeit selbst auflösen. Die größeren Wundwasserergüsse müssen manchmal mit einer Kanüle punktiert werden.
  • Kosmetisch unbefriedigendes Ergebnis:
    Im Rahmen eines effektiven Beratungsgespräches sollten die Erwartungen des Patienten und das mögliche operative Ergebnis in Einklang gebracht werden, um Enttäuschungen zu vermeiden. Bei Asymmetrien, suboptimaler Narbenheilung, u.a. kann durch eine Korrekturoperation Abhilfe geschaffen werden.
  • Thrombose und Embolie nach der Bauchdeckenstraffung:
    Eine Thrombose-Prophylaxe mit Heparin und Stützstrümpfen ist anzuraten.
  • Auf das Risiko der Narkose / Betäubung wird hier nicht eingegangen.

Aktualisiert am 05.09.2015

  • Plastic Surgery - Grabb & Smith - Lippinkott Williams & Wilkins - Philadelphia USA - 2007
  • Ästhetische Chirurgie - Lemperle, von Heimburg - Ecomed - 2008 - (Ringbandwerk)
  • Plastische Chirurgie - Krupp - Ecomed - 2008 - (Ringbandwerk)
  • Plastische Chirurgie - Berger, Hierner - Springer - Band 3: Mamma, Stamm - Berlin 2006